nachdem ich nun für meinen roman "stirb, anteilseigner!" keinen verlag gefunden habe - eine wirtschaftssatire, in der der fratze der vernunft der spiegel vorgehalten wird und sich letztlich die vorstandselite mit diversen hau- und schlaggeräten durch die zombieschaft der anteilseigner schlachtet, zurück zu den gesellschaftskritischen wurzeln des zombieromans also - bin ich ziemlich deprimiert.
wozu die arbeit, wenn sie keiner verstehen will und die leute ihren kopf nicht mehr benutzen wollen? nicht mal sex sells! ich hab ihn ja versucht - den spagat zwischen literatur und bahnhofsschmonzette. aber "doppelschicht auf kokain. ein arzt zwischen liebe und leidenschaft" verkauft sich einfach nicht! will ich denn zuviel, wenn ich die geschichte der pornographie mit den katastrophalen arbeitsbedingungen der jungärzte konvergieren lasse und den finger in die wunde lege?
so ziehe ich mich denn vorerst zurück und widme mich mehr der musik. die arbeit an meinem album "lieder für depressive" kann mir vielleicht wieder kraft geben! wenn alles gut geht, erscheint bald meine erste singleauskopplung "zu zweit können wir es auch nicht schaffen".
ob es dann wieder aufwärts geht?
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